Fußball ist wie Schach nur ohne Würfel
Suche nach gemeinsamen Ideen bei Sportstrategien
Ein Platz, ein Brett – 22 Spieler, 32 Figuren – ein Tor, eine Grundreihe: Wer den Blickwinkel weitet, der wird Strategien und Taktiken in verschiedenen Sportarten so hinterfragen, dass sich Zusammenhänge auftun. An welchen Stellschrauben müssen Trainer drehen, um ihren Schützlingen ihre Sportart in tieferen Wirkungsebenen verständlich zu machen. Können Sportarten voneinander profitieren. Ist Schach vielleicht sogar wie ein „geistiges Erfrischungsbecken“, um im eigenen Sportmetier in einen besseren Flow zu kommen, um Einzelaktion und Mannschaftsspiel in effektivere Umsetzung zu bringen?
Reichlich neuartige Fragen, die wahrscheinlich selbst in Fachkreisen über Sportentwicklungen selten gestellt und noch seltener beantwortet werden. Grundlagen gibt es wenige, z.B. ein englisches Werk, in welchem 30 berühmte Schachpartien mit Begegnungen aus der Premier League der Nullerjahre verglichen werden. Also noch viel zu tun für alle aufgeschlossenen Sportbeteiligten. Man bewegt sich auf Neuland und kennt absehbar noch nicht einmal alle Themenkreise rund um solche interdisziplinären Betrachtungen und deren Erkenntniswert.
In dieser Rubrik werden zunächst viele Informationen zusammengetragen (für Schachspieler wird absehbar allein die Quellenlage anderer Sportarten oft nicht geläufig sein), mögliche Zusammenhänge ausgelotet (eine ergebnisoffene Angelegenheit) und Vergleiche zur Diskussion gestellt. Anregungen aus anderen Sportarenen und von anderen Sportexperten sind höchst willkommen.