Chess Campus Konzepte
Lernkonzepte & Trainingsbeispiele für Schulen und Spieler
Campus als Begrifflichkeit definiert eine räumliche Einheit, in der verschiedene Einrichtungen mit einer bestimmten ökonomischen, akademischen oder sportlichen Ausrichtung zusammenfinden. Im Soldiner Kiez als einem Stadtraum „mit besonderem Entwicklungsbedarf“ half uns das Programm „Soziale Stadt“ (später „Sozialer Zusammenhalt“), da es Ende der Nuller-Jahre einen Paradigmenwechsel von der „Investitionen in Steine“ hin zu „Investitionen in Köpfe“ gab. So waren die ersten 15 Jahre ab 2010 davon geprägt, für verschiedene Zielgruppen Schach auf die Agenda zu rücken (Grundschüler in erster Linie, aber auch Kita-Kinder und später Anwohner allgemein). Hier entstanden organisatorisch-materielle Strukturen des Chess Campus Berlin, die nunmehr als Gerüst für die Ausgestaltung von Schulprofilen dienen. Die Corona-Auszeit erlaubte idealerweise einen Fokus auf inhaltliche Vertiefung und schuf die Grundlagen für unser eigenes Lernsystem, welches jetzt die Basis für Lehrpläne darstellt, die den Bedürfnissen der jeweiligen Grundschule oder einer weiterführenden Schule angepasst werde.
So ist die Ausrichtung für die nächsten 15 Jahre eher die organisatorische Basis zu nutzen, um Schachlernmaterialien für Begabtenstufen zu gestalten, die sich nicht vorrangig an den sportlichen Wettbewerbskomponenten anderer Schachschulen orientieren. Primär geht es um den Einstieg in die Denkwelt der 64 Felder und um die Talententwicklung im Vorfeld des Vereinsschachs. In Fällen mit besonderer Neigung ergibt sich die Option eines „Pushens“ auf ein gutes Vereinslevel bis ungefähr Elo 2000. Didaktische Sorgfalt steht im Vordergrund; im Vergleich zum Vereinstraining sind Erklären und Erklären lassen weitaus geforderter.
Dieser Blog stellt die verschiedenen Schachlernkonzepte vor und zeigt, wie aus unserem Fundus spezielle Lehrpläne aufgebaut werden. Dies betrifft zum Schultyp passende Konzepte, die schulintern und i.d.R. mit dem Schulamt abgestimmt sind. Dies betrifft natürlich auch die Möglichkeit, für kleinere Gruppen an Vereinsspielern bedarfsgerechte Lernmodule zusammenzustellen. Damit die Darstellung nicht nur theoretischer Natur bleibt, werden etliche übungspraktische Beispiele vorgestellt mit denen alle Facetten der Schachtheorie und turnierrelevante Erkenntnisse vermittelt werden.