Schulschach mit neuen Profilen
Denksport als Bildungsturbo
Schulschach besitzt in Deutschland schon seit Jahrzehnten eine Tradition und doch hat sich seit der Trierer Schulschachstudie von 2007 eine neue Vielfalt etabliert. Und das bedeutet in den meisten Fällen die Weiterentwicklung von Ideen. Dieser Trend tangiert Faktoren der Bildungsstrukturen von Klasse 1 bis zum Abitur: Möglichkeiten der Einbeziehung von Schach in die Nachmittagsbetreuung und / oder Aufnahme in die Fächerstundentafel, Ausgestaltung von Zusammenarbeiten mit externen Schachlehrern und schulischem Personal, quantitative und qualitative Zunahme von analogen und digitalen (oft neugestalteten) Lernmitteln, Erstellung von Lehrplänen, Bereitstellung von Raum- und Material-Ressourcen und mehr schulinternen Turniere bzw. schulübergreifende Schulschachevents.
Am Ende gilt es zudem, die Nachfrageseite von der Nachhaltigkeit des „Prüfsteins des Gehirns“ (J.W. von Goethe) zu überzeugen. Nichts geht ohne die Bereitschaft von Schulleitungen und Eltern, sich finanziell einzubringen, und – letztlich besonders wichtig – das Interesse in der Schülerschaft zu aktivieren, wo der Denksport seit der Corona-Zeit einen Aufschwung auf digitalen Medien erlebt und anderen E-Sport-Aktivitäten im Stellenwert ebenbürtig ist. Und hier kommt dann noch der Spagat zwischen digitalen und analogen Medien.
Derartig viele Erfolgsbedingungen zu einem für Schüler, Schule und Lehrer nachhaltigen Konzept zu formen ist die Garantie für langjährige Zusammenarbeiten und im Idealfall für eine stetige Kultivierung eines bildungsrelevanten Mehrwerts. Was uns als Schachlehrer Munser & Fietz hierbei in der Umsetzung mit Schulen im Hauptstadtbezirk Berlin-Mitte gelungen ist und wie die Bandbreite von Schach als AG bis zu Schach als Fach und in der Begabtenförderung ausgestaltet wurde und wird, das soll in dieser Rubrik nachgezeichnet werden und stetig mit aktuellen Ergänzungen resümiert werden.