Schach für die reale Welt
Begegnungsorte für Schulschach und Schachsport
Chess Campus wird von uns in zwei Orientierungen verstanden – inhaltlich und räumlich: Inhaltlich ist es einerseits eine pädagogische Ausrichtung auf das Schachspielen als Bildungsanspruch im schulischen Bereich, andererseits ist es eine sportliche Ausrichtung mit Wettbewerbscharakter beim Amateur- und Spitzensport. Räumlich ist es die physische Präsenz im Soldiner Kiez als berlintypischen Kiez mit stadträumlichem Bezug zu angrenzenden Gebieten in Berlin-Mitte und Pankow. Im Nachgang der Trierer Schulschachstudie von 2007 entschlossen sich Swantje Munser und Harald Fietz 2010 Schach zu ihrem Hauptberuf zu machen und vielfältige Einsatzorte in Schulen und dem Stadtraum zu schaffen. In der Anfangszeit bis 2013 war auch die deutsche Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz während ihrer Berliner Zeit und Berufsausbildung involviert.
Während es heute modern ist, sich per Stream aus dem Wohnzimmer in die Schachszene zu mischen, sehen wir das Internet als eine zusätzliche Kommunikationsplattform, die reale Begegnungen an realen Orten nicht ersetzen kann. Im Internet erfahren wir viele Schachdinge (und dazu soll diese Webseite etwas beitragen), aber ehrliche Konfrontation mit Schachkönnen bedarf der Treffen in Persona. Physisch-emotionale Wissensaufnahme und sofort gespiegelte Argumente bringen Schach stets unmittelbarer voran. Man sitzt nicht vereinsamt vor seinem Computerbildschirm, sondern profitiert vom fachlich geleiteten Gedankenaustausch im Wettstreit unterschiedlicher oder sich annähernder Argumente.
Mit dieser Ausrichtung auf lebensnahe Wirklichkeiten stellen wir verschiedene Aktivitäten und Themen rund um unsere Schachschule und die Umgebungen unsere schulischen Partner vor und zeigen zudem, welche publizistischen Beiträge wir bereitstellen und wie wir das relativ unbeleuchtete Feld von Schach und anderen Sportstrategien (vorrangig beim Fußball) mit neuen Erkenntnissen in die Diskussion rücken wollen.
Jahre Turnierpraxis
Jahre Schachtraining
Jahre Schachverlag
Jahre Sportvergleiche
Swantje Munser
Die gebürtige Berlinerin (Ostteil) wuchs in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge auf und wechselte nach einer 12-jährigen Station in Dresden nach Berlin zurück. Ende der Nuller-Jahre reifte der Entschluss, hauptberuflich als Schachlehrerin selbstständig zu werden. Dies entstand in den Anfangsjahren im Kollektiv mit Elisabeth Pähtz und Harald Fietz, wobei sie schnell ein Lernsystem mit Fokus auf den Kita- und Grundschulbereich entwickelte. Sie bringt zudem Erfahrungen in der aktiven Elternarbeit mit und ergänzt den Denksport um pädagogische Perspektiven, so dass er umfassender in schulische Strukturen eingepasst wird.
Harald Fietz
In Gaggenau in der Nähe von Baden-Baden aufgewachsen wirkte Harald Fietz seit 1982 in der Berliner Schachszene brettaktiv. Ein Auslandsstudienjahr in Schottland (1988-89 in
Aberdeen) öffnete Kontakte zu internationalen Spielern
und Trainern. Dann etablierte sich nachfolgend während 15 Jahren in der Politikberatung auch ein schachjournalistisches Standbein und vielfältige Kenntnisse im Projektmanagement von Stadtentwicklungspolitik. Hierdurch öffnet sich Ende der Nullerjahre die Chance, Schach als Hauptberuf zu gestalten. Es war schnell klar, dass am Wohnort im Soldiner Kiez zusätzlich ein multifunktionaler Spielort etabliert.