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Wenn  Schach  zum  dauerhaften  Hobby  wird

 


Grundlagen  des  Schachdenkens  ausbauen

​Die Entwicklungsstufe ab einer Wertungszahl von 1300 (am Brett wohlgemerkt, also ca. 1600 auf einem Server wie chess.com) ist die arbeitsintensivste Phase, da für den Erfolg in der realen, nicht-digitalen Turnierwelt viele Baustellen gleichzeitig zu beackern sind. Entsprechend macht hier die fachliche Begleitung ebenso Sinn, wie bei U14 Schützlingen die schulische Betreuung. Da sich jedoch auf diesem Wertungsplateau von 1300 bis 1700 der Spielstil einschleift, braucht es für den Aufbau essentieller Bereiche (Eröffnungsrepertoire, Kombinationsideen, Rechenfertigkeiten, Bauernführung, Exaktes Endspielwissen usw.) eine „vorausdenkende Planung“. In dieser Phase wird sich die Anzahl der zu absolvierenden Lernrätsel verringern, doch es werden mehr Bereiche in verschiedenen Stufen zu bewältigen sein.

​Ähnlich der Anfängerphase (z.B. fünf bis sechs Grundschuljahre) sollte eine Lerndauer von drei bis fünf Jahren angesetzt werden, um einerseits das Niveau zu steigern und dauerhaft zu halten und andererseits in den Kernbereichen sattelfest zu werden. Natürlich gibt es „Überflieger“, die diese Stufe schneller durchlaufen, aber im deutschen Vereinsschach sind hier die meisten Mitglieder registriert. Die Wenigsten dieser Spieler (außer ehrgeizige Jugendliche mit Anschluß an eine betreute Trainingsgruppe) sind im Verein oder einer Schach-Einrichtung an ein systematisches Trainingsprogramm angeschlossen und versuchen sich daher mit punktuellem „Training im Eigenbetrieb“ neu zu motivieren und nach und nach Wissen zu besorgen. Dieser Prozess hängt zudem von Zeitressourcen (pro Woche oder pro Monat) ab und regelmäßig von einer objektiven Auswertung in Form von Leistungsstandtests. Überhaupt ist ein Vorankommen ohne Experten-Feedback ein schwieriges Terrain.

​Für diese Situationen können die hier gegebenen Hinweise zur Materialbasis eine Unterstützung sein; es sollte jedoch klar sein, dass der Zeit- und Finanzaufwand hier einen gewissen Umfang erreichen sollte (über den Daumen wird der nach höheren Meriten strebende Spieler eine Basis-Bibliothek von 100 Bänden zusammenstellen, was über 5 Jahre ungefähr einen Einsatz von 3.000 Euro entspricht, allerdings als lebenslange Investition verstanden werden sollte). Außerdem ist es vom Lerntyp abhängig, wie ein Mix von digitalen und analogen Lernmitteln gefunden wird.

Die Bewertungsskala hat für Werke dieser Rubrik fünf Kategorien (siehe jeweils Tasse als Hintergrundfoto zur Überschrift):

Rote Tasse =  Man sieht mich errötet nach der Bewußtseins-Erweiterung durch dieses tolle Werk.

Gelbe Tasse = Die Sonne geht auf. Das Werk bringt Schachwissen ​wohlüberlegt voranzukommen.

Grüne Tasse = Nicht über den grünen Klee loben. Das Werk kann man, muss man  nicht haben.

Blaue Tasse = Bitte kühles Wasser! Das Werk ist ärgerlich und ich brauche Abkühlung.

Schwarze Tasse = Ich sehe schwarz. Wer verzapft so ein Werk? Am besten tief vergraben.


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