Schachdenken im Kleinen formen
Wie sich Anfänger beim Schach pushen sollten
Anfänger ist nicht gleich Anfänger: beginne ich bereits in der Kita im Vorschulalter oder in der Grundschule mit 6 oder 7 Jahren so ist es anders wie als Jugendlicher mit 13 oder 14 Jahren oder im Erwachsenen-Alter. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Sprache und den Methoden, mit denen Schachwissen vermittelt werden sollte, und in der Selbstorganisiertheit, also ob ich zum Aufgabenlösen aufgefordert werden muss oder ob ich von einer intrinsischen Motivation geleitet bin. Der Neuling sollte auf alle Fälle eine gewisse Regelmäßigkeit der Schachbeschäftigung im Monatsplan haben. Der Anfänger im Selbststudium wird sich eine zuverlässige Planung alleine (oder durch Ratschläge eines Experten) zusammenstellen und muss ausreichend Selbstdisziplin mitbringen und nicht zur Selbstüberschätzung neigen oder das Hoffen auf schnellen Erfolg als Ziel haben.
Die Inhalte der Lernmaterialien für Anfänger und auch in der Begabtenförderung in der Grundschule beispielsweise sind offensichtlich: Aufgaben, Aufgaben, Aufgaben. Ob das Lernen durch Lösen großer Aufgabemengen mit ähnlichem Thema – welches nicht mit Eintrichtern zu verwechseln ist - in analogen Aufgabenheften oder mit digitalen Tools und Apps erfolgt, ist wesentlich am Unterrichtskonzept des Lehrers bzw. der Maßgabe durch Erziehungsberechtigte ausgerichtet. Für die schrittweise „Feineinstellung“ mit Schachregeln und Merksätzen kann auf jede Menge unterschiedlicher Materialien zurückgegriffen werden , wobei es keinen Königsweg gibt, welche Methode oder welches Werk besser geeignet ist, die Grundzüge der Eröffnungen, des Mittelspiels und des Endspiel zu vermitteln.
In diesen Blog für relative Anfänger werden sowohl Anregungen zum Aufbau eines grundlegenden Trainingskonzepts und zu hilfreichen Einzelwerken gegeben sowie Trainingsreihen vorgestellt.
Die Bewertungsskala für Werke dieser Rubrik hat fünf Kategorien (siehe jeweils Tasse als Hintergrundfoto zur Überschrift):
Rote Tasse = Man sieht mich errötet nach der Bewußtseins-Erweiterung durch dieses tolle Werk.
Gelbe Tasse = Die Sonne geht auf. Das Werk bringt Schachwissen wohlüberlegt voranzukommen.
Grüne Tasse = Nicht über den grünen Klee loben. Das Werk kann man, muss man nicht haben.
Blaue Tasse = Bitte kühles Wasser! Das Werk ist ärgerlich und ich brauche Abkühlung.
Schwarze Tasse = Ich sehe schwarz. Wer verzapft so ein Werk? Am besten tief vergraben.