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Was  der  Eintritt  in  die  Könnerschaft  braucht

 


Den Sprung  über  die  2000er-Leistungsgrenze  gestalten

​Ab einer Wertungszahl von 1700 beginnt bei den Leistungsstärken die Luft nach und nach dünne zu werden. Man befindet sich in Berlin mit einer Wertungszahl von knapp über DWZ 1700 im oberen Drittel von ungefähr 3.000 Mitgliedern. Wer in der deutschen Hauptstadt die Leistungsgrenze von 2000 erreicht, landet locker in den Top 400, d.h. die besten 13% der Mitglieder. Somit durchlaufen oder verharren ca. 600 Spieler (20% des Verbandes) im DWZ-Korridor von 1700 bis 2000. Was hier an Schachkenntnissen gebraucht wird, kann mit einem Schlagwort umrissen werden: Vertiefung! Vertiefung bedeutet, sich alles was man zuvor auf der Analysestrecke hatte, mit verfeinerter Fragestellung unter die Lupe zu nehmen. Hier geht es nicht mehr darum, die Säulen seines Schachwissens zu errichten, sondern diese so stabil zu gestalten, dass „Einschläge von oben“ – sprich aus dem Vormeisterlevel (DWZ 2000 bis 2200) – parierbar werden.

​Natürlich lassen sich diese Lernphasen ebenfalls alleine bewältigen, aber hier ist ein Coach (idealerweise B- oder C-Trainer) an der Seite hilfreich. Alternativ wäre eine kleine Trainingsgruppe mit 4 bis 8 Spielern ein Katalysator, wobei einige Spieler sich idealerweise näher an der oberen Leistungsstufe befinden sollten. Betrachtet man den Schachbuchmarkt, so muss angemerkt werden, dass es für diesen Leistungsbereich überdurchschnittlich viele Werke gibt (bezogen auf die Anzahl potentieller Kunden mit passgenauer Anforderung).

​In diesen Blog für starke Vereinsspieler werden zudem eine andere Art von Inhalten dargeboten, da verfeinertes Wissen natürlich mit stärker zugeschnittenen Analysebereichen einhergeht (z.B. Mittelspiel oder Endspielbehandlung bestimmter Spieler; umfassendere Kenntnisse über Spielertypen als Basis für die Aneignung eines Allround-Denkens usw.). Generell wird bei diesen Rezensionen auch darauf geachtet, wie differenziert die Autoren ihre Schachthemen definieren und strukturieren können. Es wird sicher vorkommen, dass selbst ein überdurchschnittlich guter Spieler nicht gleich ein guter Erklärer sein wird und umgekehrt, dass Spieler ohne Meistertitel, aber viel Coaching-Erfahrung ihre Schachkunden besser illuminieren.

Die Bewertungsskala für Werke dieser Rubrik hat fünf Kategorien (siehe jeweils Tasse als Hintergrundfoto zur Überschrift):

Rote Tasse =  Man sieht mich errötet nach der Bewußtseins-Erweiterung durch dieses tolle Werk.

Gelbe Tasse = Die Sonne geht auf. Das Werk bringt Schachwissen ​wohlüberlegt voranzukommen.

Grüne Tasse = Nicht über den grünen Klee loben. Das Werk kann man, muss man  nicht haben.

Blaue Tasse = Bitte kühles Wasser! Das Werk ist ärgerlich und ich brauche Abkühlung.

Schwarze Tasse = Ich sehe schwarz. Wer verzapft so ein Werk? Am besten tief vergraben.


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